über Anhänger

Autoanhänger stehen in vielen unterschiedlichen Ausführungen und Größen zur Verfügung. Für unterschiedliche Einsätze gibt es zudem spezielle Anhänger.

Kastenanhänger

Die einfachsten Ausführungen stellen die sogenannten Kastenanhänger dar. Diese werden als Hoch- und Tieflader angeboten. Bei einem Tieflader befinden sich die Räder seitlich vom Laderaum. Dadurch hat die Ladefläche einen niedrigen Schwerpunkt. Derartige Autoanhänger werden sowohl gebremst als auch ungebremst angeboten. Bei gebremsten Anhängern ist die Nutzlast deutlich höher als bei ungebremsten. Wie hoch die zulässige Anhängelast ist, steht bei jedem Auto in den Fahrzeugpapieren. Wird dieser Wert überschritten, droht dem Fahrer bei einer Verkehrskontrolle ein hohes Bußgeld.

Hochlader und Tieflader

Bei Hochladern befinden sich die Räder unterhalb der Ladepritsche. Dadurch kann die Ladefläche deutlich breiter sein als bei den Tiefladern. Zudem lassen sich bei vielen Hochladern nicht nur die Heckklappe, sondern auch die beiden seitlichen Bordwände öffnen. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn Paletten oder ähnliche sperrige Ladegüter mit einem Gabelstapler geladen werden. Hochlader haben ein höheres Eigengewicht als Tieflader. Sie sind meistens mit einer Tandemachse ausgestattet. Eine Sonderform der Hochlader sind Kippanhänger. Diese sind mit einer Hydraulikanlage versehen, mit der sich der Kasten anheben lässt. Das ist ein großer Vorteil beim Abladen loser Schüttgüter, wie beispielsweise Kies oder Mutterboden.

Plattformanhänger

Neben den Kastenanhängern, die in Form von Hoch- und Tiefladern zur Verfügung stehen, gibt es auch Plattformanhänger. Diese haben keinen Kasten und eignen sich daher nicht zum Transport von Schüttgütern. Plattformanhänger sind prädestiniert zum Transport sperriger Güter. Das können beispielsweise Balken, Bretter oder andere Baumaterialien sein. Plattformanhänger eignen sich aber auch für den Transport von Maschinen und Fahrzeugen.

Anhänger zum Viehtransport

Eine weitere Ausführung von Autoanhängern stellen die Viehtransportanhänger dar. Diese werden umgangssprachlich auch als Pferdeanhänger bezeichnet. Viehtransportanhänger sind mit einem hohen geschlossenen Aufbau sowie einem abnehmbaren Dach ausgestattet. Dadurch ist es möglich, Tiere geschützt zu transportieren. Am Heck dieser Autoanhänger befindet sich eine hohe Heckklappe, die nach unten geöffnet wird. Sie dient den Tieren als Aufstieg. Im Innern des Viehtransporters befindet sich eine Anbindevorrichtung für die Tiere. Die Tiere sollten während der Fahrt keinen großen Bewegungsspielraum haben, da dies zu einer unsicheren Fahrt führt. Viehtransportanhänger gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Größen. Mit ihnen können zwei bis vier große Tiere transportiert werden.

Autotransporter oder Trailer

Autotransportanhänger werden häufig Trailer genannt. Sie dienen ausschließlich dem Transport von Autos. Der Aufbau ist recht simpel. Auf einer Achse befinden sich zwei stabile Metallschienen. Am Heck sind Auffahrrampen montiert. Dadurch lässt sich ein Auto problemlos auf einen solchen Anhänger fahren. Für den Transport von Motorrädern stehen vergleichbare Autoanhänger zur Verfügung. Diese sind zumeist etwas kleiner und mit Fixierungsmöglichkeiten für Zweiräder ausgestattet.

Tipps zur Miete von Anhängern

Soll ein Anhänger gemietet werden, so ist ein professioneller Händler in Erwägung zu ziehen. Viele Anhängercenter bieten heute auch die stunden- oder tageweise Vermietung von Transportanhängern und anderen Gerätetypen an. Vorteil hier ist, dass die Anhänger in der Regel in einem guten und gepflegten Zustand sind. Unliebsame Überraschungen sind selten zu erwarten. Zudem sind die Mietangebote recht günstig geworden und eine flexible Mietzeit ist oft möglich. Interessenten sollten Preise und Mietmöglichkeiten vergleichen und vor Ort einen Blick auf den Anhänger werfen. Geklärt werden sollte zudem die Frage nach der Versicherung während der Vermietung.

Anbieter lassen sich in lokalen Branchenbüchern oder den gelben Seiten finden. Für die Ostseeküste ist beispielsweise das Böckmann Center in Schwerin präsent im Bereich der Anhängervermietung von Anhängern und Bootstrailern.

Tipps zum Kauf

Vor dem Kauf eines Autoanhängers sollte sich jeder Interessent genau überlegen, für welche Einsatzzwecke er ein solches Fahrzeug benötigt. Nachdem dies geklärt ist, sollte ein Blick in die Fahrzeugpapiere geworfen werden. Die darin enthaltenen Angaben zur Anhängelast für gebremste und ungebremste Anhänger sind sehr wichtig. Zur Anhängelast gehört natürlich auch das Eigengewicht des Autoanhängers. Weist ein Anhänger bereits ein hohes Eigengewicht auf, verringert sich die Nutzlast mitunter enorm. Auch dieser Aspekt bedarf einer Klärung.

Jeder Autoanhänger benötigt eine offizielle Zulassung und natürlich auch ein amtliches Kennzeichen. Um dies zu erreichen, ist der Abschluss einer Kfz-Haftpflicht für den Anhänger erforderlich. Zudem muss der Fahrzeughalter Kfz-Steuern für den Autoanhänger abführen. Für die regelmäßigen Hauptuntersuchungen beim TÜV oder einer vergleichbaren Organisation gelten die gleichen Bestimmungen wie für Pkw.

Wartung und Pflege

Jeder Autoanhänger sollte aber auch regelmäßig gepflegt und gewartet werden. Die wichtigsten Aufgaben sind die Überprüfung des Luftdrucks in den Reifen und die Kontrolle von Schrauben. Selbstverständlich sollte auch die Beleuchtungsanlage regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit hin kontrolliert werden. Die Reinigung eines Autoanhängers sollte nicht vernachlässigt werden. Insbesondere nach dem Transport von Kies oder anderen Schüttgütern ist es sinnvoll, den Anhänger gründlich abzufegen. Sonst könnten sich kleine Partikel in den Scharnieren der Heckklappe absetzen und somit zum Verschleiß führen.